Die Innenstadt Dresdens, das so genannte Elbflorenz - Dresdens Kirchen - Geschichtssplitter bearbeitet von: Hans-Jürgen Haupt zurück |
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Die Kreuzkirche zu Dresden
Die
Kreuzkirche ursprünglich eine Wallfahrtskapelle, ist aus der ersten
Kirchengründung des Fischerstädtchen, welches Dresden ursprünglich war, damals Nicolaikirche, genannt nach den Nicolaus von Myra, dem Patron der Fischer
hervorgegangen. Sie gehörte schon damals zu den Hauptkirchen der Stadt und ist
auch die älteste Kirche der Stadt.1539 und wurde sie dem lutherischen Gottesdienst
übergeben. 1760, bei der Belagerung durch
Friedrich des Großen wurde sie völlig zerstört, 1764-92 vom Ratszimmermeister Johann
Georg Schmid u. a. neu erbaut; der kraftvolle Turm (96 m) beherrscht die
Silhouette Dresdens mit. Das Innere
der Kirche brannte auf Grund eines Essenschadens am 16. Februar 1897 aus, von Schilling und Gräbner erneuert, der erste große Versuch,
eine ältere Kirche im Innern im modernen Stil auszubauen. Trotzdem ist sie die
einzige Dresdner Großkirche welche den Jugendstil beibehalten hat. Altarbild (Christus
am Kreuz mit Johannes und den heiligen Frauen) von Dietrich; prachtvolle
holzgeschnitzte Kanzel; herrliche Beleuchtungskörper, Glasgemälde von Prof.
Ludwig Otto. Sie gehört neben der Frauenkirche der Sophienkirche und der
Dreikönigskirche zu den bedeuternsten Kirchen Dresdens und ist gleichzeitig die
älteste Kirche Dresdens.
Die Sophienkirche (Die evangelische Hofkirche )
Die Geschichte der
Franziskanerkirche reicht bis vor 1265 zurück. Bekannt ist, dass das Kloster vor 1272
gegründet wurde. Damals als lang gestreckter,
flach
gedeckter, einschiffiger Saalbau mit geradem Chorabschluss. 1351- 57 wurde sie als
Klosterkirche der Grauen Brüder (Franziskaner-Minoiten) zu einer zweischiffigen,
symmetrischen, sechsjocheigen Hallenkirche mit Chordoppelpolygon ausgebaut. Von ihrer
Vorgängerin übernommen wurde, die komplette Nordwand und Teile des Westgiebels. Die
Strebenpfeiler entstanden erst bei der Einwölbung nach Mitte des 15. Jahrhunderts.
In der Zeit nach der Reformation wurde sie unter anderem als Getreideboden und Pferdestall
zweckentfremdet und das dazugehörige Kloster des Bettelordens aufgelöst.1599 von der Kurfürstin Sophia (ihr Grab befindet sich in der Kirche)
zum Hofgottesdienst bestimmt Erst im Jahr
1598 ließ Kurfürstin Sophie, Witwe des Kurfürst Christians I., den Kirchenbau erneuern
und zum lutherischen
Hofgottesdienst bestimmt..
So erhielt sie ihrer Aufgabe
zurückgeführt und wurde 1601 als protestantische Sophienkirche neu geweiht. 1864-68 nach
Prof. Arnold´s Plan im goethischen Stiel erneuert und mit je zwei 66 mtr. hohen Türmen
ausgestattet. 1910 wurde sie im inneren von Erlwein umgebaut. In ihrem Inneren der Kirche
befanden sich 70 wertvolle Grabplatten und weiterhin enthielt eine Anzahl wertvoller
Grüfte mit
wertvollen Schmuck. In dieser Kirche hat nach der Reformation Luther
gepredigt.
Die Kirche wurde am 13.Februar 1945 zum Teil zerstört, wäre aber durchaus wieder restaurationswürdig gewesen. Doch die damalige Einstellung des herrschenden sozialistischen Regimes "Wir bauen eine moderne sozialistische Großstadt" fiel diese Kirche unter dem Befehl von Walter Ulbricht und des damaligen Bürgermeister von Dresden, Walter Weidauer, der Backerschaufel zum Opfer.